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Schmalspurbahnen im Harz

Die Harzquerbahn – Kurze Geschichte

      Siehe dazu auch „Kurze Geschichte der Brockenbahn“.

      Die Harzquerbahn ist mit 60,5 km knapp vor der Selketalbahn die längste der drei Bahnen. Ihrem Bau gingen lange Überlegungen voraus; diverse Eisenbahnlinien fuhren um den Harz herum, aber nicht hinein (1). Viele Pläne für Linien in den Harz wurden gemacht, aber nicht realisiert.

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Die Harzquerbahn auf Briefmarken der DDR
Die abgebildete Lok mit der Betriebsnummer 99 9804 ist die als Nr. 1 der NWE 1896 in Dienst gestellte Lok „Anton“, die 1966 verschrottet wurde.
Der Personenwagen stammt ebenfalls aus der Zeit; die Abbildung zeigt einen der 1897 gebauten C41 51–55.
Der Wagen mit der Nummer 55 läuft, nach Umbauten, heute noch im Traditionszug.
Beachten Sie, dass auf der Karte jeder Hinweis auf die abzweigende Brockenbahn fehlt – 1983 stand sie für die DDR-Bürger ohnehin nicht zur Verfügung.
(Michel DDR Nr. 2792–2793, Ausgabe 17. 5. 1983)
 
Harzquerbahn
 

      Am 27. Mai 1896 war es dann endlich so weit, dass eine Konzession für den Bau einer meterspurigen Bahn „von Nordhausen über Ilfeld nach Wernigerode mit einer Abzweigung zum Brocken“ erteilt wurde. Die Nordhausen – Wernigeroder Eisenbahn (NWE) wurde am 25. Juni 1896 gegründet. Der Bau und der Betrieb für die ersten zehn Jahre wurden der „Eisenbahnbau- und Betriebsgesellschaft Berlin“ übertragen.

      Der Bau war nicht unproblematisch, so mussten beispielsweise die bereits verlegten Schienen zwischen Wernigerode und Hasserode wegen eines Einspruchs gegen das Enteignungsverfahren zunächst wieder komplett demontiert werden, bis die Bahn dann doch vor Gericht Recht bekam. Also: Alles zum zweiten Mal verlegen!
      Die ursprünglich mit 5 Millionen Mark veranschlagten Baukosten wurden weit überschritten; die nach Fertigstellung der Bahn ermittelten Gesamtkosten betrugen rund 8,1 Millionen Mark.

      Schon kurz nach der Eröffnung der Bahn gab es Änderungen: 1906 wurde ein neues Empfangsgebäude in Steinerne Renne gebaut, 1913 in Nordhausen. Ebenfalls 1913 wurde eine Verbindung mit der Südharzeisenbahn geschaffen. Zum 1. April 1916 wurde die Direktion der Bahn von Nordhausen ans andere Ende der Bahn, nach Wernigerode, verlegt.
      Nicht alle Pläne liessen sich umsetzen: Die Mitte der zwanziger Jahre diskutierte Elektrifizierung der Bahn liess sich wegen der damit verbundenen Kosten nicht realisieren.

      Verschiedene besondere Aspekte des Betriebs werden auf anderen Seiten dieser Website diskutiert, lesen Sie dazu bitte die Seiten über Rollböcke und Rollwagen und über den Bahnhof Nordhausen-Nord; auf der Seite über die Geschichte der Selketalbahn wird die wechselvolle Entwicklung der Verbindung dieser beiden Bahnen beschrieben.


Fussnoten:

  1. Eine Übersicht finden Sie auf der Seite → Die Eisenbahnen um, in und über den Harz.

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Copyright © 2008 – 2012 und verantwortlich für den Inhalt:

Erste Veröffentlichung am 17. August 2008, letzte Bearbeitung am 15. Oktober 2012.


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