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Schmalspurbahnen im Harz

Fahrzeuge – Der Triebwagen T3 der NWE

NWE T3
Der T3 in Wernigerode-Westerntor (28. 6. 2007)

      Fünf Betriebsnummern hat dieser Triebwagen im Laufe seines Lebens schon gehabt, aber das interessiert niemanden: Bei Eisenbahn-Enthusiasten ist er einfach „der T3“, und das genügt. Die HSB trägt dem Rechnung und betreibt den 187 025-2 (so sein „offizieller“ Name) sogar noch mit der alten Beschriftung Nordhausen – Wernigeroder-Eisenbahn-Gesellschaft.

T3
„High-Tech“ aus den
dreissiger Jahren im Inneren
 

      Die Geschichte der Triebwagen bei der NWE beginnt mit dem 1935 in Dienst gestellten T1, der 23 Fahrgästen Platz bot. Der 420 PS starke Diesel ermöglichte dem T1, mit drei Personenwagen (42 Tonnen Anhängelast) auf den Brocken zu fahren. Die guten Erfahrungen mit diesem Fahrzeug bewogen die NWE dazu, drei Jahre später zwei weitere Triebwagen, die baugleichen T2 und T3, in Betrieb zu nehmen.
      Diese hatten allerdings keine Fahrgastplätze mehr, waren also Gepäcktriebwagen bzw., ihrer Funktion nach, Lokomotiven (s. dazu auch die Bemerkungen zur Baureihe (G)De 4/4 der schweizerischen MOB). Eine Leistungssteigerung auf 470 PS erlaubte dafür eine Steigerung der Anhängelast auf 56 Tonnen, also das Anhängen eines vierten Personenwagens, so dass man auf die Fahrgastplätze im Triebwagen verzichten konnte.

T3
Der Arbeitsplatz im T3
 

      Alle drei Triebwagen kamn nach dem Krieg zur Deutschen Reichsbahn und wurden dort umgezeichnet: Aus dem T1 wurde der VT 137 561, T2 und T3 erhielten die neuen Betriebsnummern VT 137 565 bzw. 566. Der im Krieg beschädigte T1 wurde erst in den fünziger Jahren wieder betriebsfähig hergerichtet, kam später zur Spreewaldbahn und wurde dort 1964 verschrottet. T2 wurde im Ausbesserungswerk irreparabel beschädigt und 1967 ausgemustert.

      Der T3 wurde in den sechziger Jahren zum Hilfsgerätewagen „degradiert“ und kam nur noch in Arbeitszügen, aber nicht mehr im Personenverkehr zum Einsatz. Mit der Einführung der EDV-Nummerierung 1970 wurde der VT 137 566 zum 187 025-2. Nach der Wende, noch unter DR-Hoheit, versuchten sich diverse Werkstätten recht erfolglos an einer Restaurierung des T3. Mit dem im Rahmen der Vereinheitlichung zwischen DB und DR eingeführten neuen Nummernschema wurde der Triebwagen ab 1. 1. 1992 noch einmal kurzzeitig zum 688 136-1.

T3

      Erst als die 1993 gegründete HSB, die den T3 ja mit übernommen hatte, sich der Restaurierung annahm, ging es wirklich voran:
      Der T3 erhielt eine komplette Hauptuntersuchung und wurde äusserlich wieder in den Zustand als T3 der NWE gebracht; traditionell behielt die HSB die alte DR-Nummerierung und führt den (s.o.) zuletzt zum 688 136-1 gewordenen Triebwagen seither wieder als 187 025-2.

      Mit dem ersten Einsatz des restaurierten T3 im Oktober 1995 begann allerdings eine Serie von „Pleiten, Pech und Pannen“, so dass weitere umfangreiche Arbeiten erforderlich wurden.
      Seit 1999 steht der in Wernigerode beheimatete T3 wieder voll zur Verfügung.

      Der Triebwagen wird heute nicht mehr im Plandienst eingesetzt. Der T3 kommt ausschliesslich bei Sonderfahrten zum Einsatz; ab € 1400,– können Sie ihn chartern und mit 49 weiteren Eisenbahnfreunden ein nostalgisches Triebwagen-Erlebnis geniessen (s. dazu → Charterzüge auf der HSB-Website).

NWE T3
Der T3 in Wernigerode-Westerntor (28.6.2007)

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Erste Veröffentlichung am 17. August 2008, letzte Bearbeitung am 15. Oktober 2012.


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