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The Relentless Pursuit of Perfection – Die Lexus-Philosophie

Toyotas Unternehmenskultur und Management-Philosophie

      Lexus ist ein Unternehmen, das von Toyota abstammt. Lassen Sie uns also, ehe wir uns der Tochterfirma zuwenden, zunächst einen Blick auf die Management- und Produktions-Philosophie des Mutterhauses werfen. Irgendetwas muss Toyota wohl richtig machen, denn wir reden hier von einer Firma,

      Was also macht das Phänomen Toyota aus, warum geben sich europäische und amerikanische Manager in Toyota City die Klinke in die Hand, um hinter das Geheimnis des Erfolges zu kommen, warum werden Bücher über Toyotas Managementprinzipien geschrieben? Den Begriff Kaizen hat wohl jeder schon einmal gehört, der sich auch nur ansatzweise für das Thema interessiert, aber mit diesem Prinzip allein (der Begriff steht für das kontinuierliche Bemühen um Verbesserung) ist Toyotas Erfolg höchstens teilweise zu erklären.

      In einem im Oktober 2007 erschienenen Artikel im Heft „Das Auto der Zukunft“ der NZZ-Folio-Reihe hat Helmut Becker es auf den Punkt gebracht: „Die Identifikation der Mitarbeiter mit ihren Aufgaben und ihrem Unternehmen ist ein Schlüsselelement der Toyota-Unternehmensphilosophie, die aus den ethischen Wertvorstellungen der Unternehmensgründer Sakichi und Kiichiro Toyoda entwickelt worden ist. Dabei steht nicht der kurzfristige Profit der Kapitalgeber im Vordergrund, sondern der Aufbau nachhaltiger Beziehungen zu Kunden, Geschäftspartnern, Mitarbeitern und Anteilseignern.“

      Amerikanische Unternehmen und Unternehmer leben von einem Quartalsbericht zum anderen, und shareholder-value steht im Zweifel immer über den Bedürfnissen der Mitarbeiter. In Japan wird mit Zehn-Jahres-Plänen gearbeitet, und man hat erkannt, dass die Mitarbeiter das wertvollste Kapital eines Unternehmens sind. Mehr noch: Auch die Kunden rangieren immer noch vor den Aktionären – und genau diese Priorität setzen amerikanische und europäische Unternehmen häufig immer noch falsch. Die konstant guten Ergebnisse japanischer Unternehmen bei Kundenzufriedenheits-Umfragen und in Qualitäts-Statistiken kommen nicht von ungefähr.
 

The Lexus Covenant

      Aus dieser Tradition, die bei Toyota wirklich gelebt wird und nicht nur einen hehren Anspruch in Firmenbroschüren darstellt, noch einmal eine Steigerung zu finden, war der Anspruch bei der Gründung von Lexus. Auf dem US-Markt (auf dem ja die Geschichte der Marke begann) wurde der Lexus Covenant definiert, der bis heute gültig ist („covenant“ kann man etwa mit „Verpflichtung“ oder „bindende Zusage“ übersetzen):

The Lexus Covenant

Lexus will enter the most competitive,
prestigious automobile race in the world.
Over 50 years of Toyota automotive experience
has culminated in the creation of Lexus cars.
They will be the finest cars ever built.

Lexus will win the race because
Lexus will do it right from the start.
Lexus will have the finest
dealer network in the industry.

Lexus will treat each customer
as we would a guest in our home.

If you think you can't, you won't …
If you think you can, you will!
We can, we will.

      Von Anfang an tat die Firma alles, um diesem Anspruch gerecht zu werden. Die Idee „Lexus will treat each customer as we would a guest in our home“ wurde bei der Einrichtung der Lexus-Autohäuser konsequent umgesetzt; „mehr Boutique als Autohaus“ heisst es im Titel eines Artikels dazu. Die Kunden honorieren diese individuelle Atmosphäre und Betreuung; Lexus erzielt auch bei Vergleichstests zu Beratung und Ambiente in seinen Stützpunkten regelmässig Spitzenplätze.
 

L-finesse – Philosophie im Design

L-finesse
Die Komponenten der L-finesse
(Copyright © Toyota Deutschland GmbH, Lexus Division)
 

      Was verbirgt sich hinter dem Begriff L-finesse? In der Juli-Ausgabe 2006 des deutschen Lexus-Magazins „Thema Lexus“ wurde dieses Design-Konzept im Detail vorgestellt. Dass es sich bei dieser Wortschöpfung um eine Kombination aus leading edge und finesse handelt, kann man noch nachvollziehen. Schwieriger zu verstehen sind die drei Säulen, auf denen die L-finesse begründet ist (s. Abb. oben).

      Im selben Artikel heisst es: Die deutsche Sprache scheitert vollends beim Versuch, den japanischen Sinngehalt durch wörtliche Übersetzung auf den Punkt zu bringen. Ein „nahtloses Erahnen“ der Kundenwünsche, „einschneidende Klarheit“ und „erregende Eleganz“ – was, bitteschön, soll das sein?

      Die Antwort auf diese Frage füllt mehrere Seiten. In der Kurzfassung kann man sagen, dass das Konzept L-finesse als typisches Element die Vereinbarkeit von Gegensätzen enthält: Emotion und Exaktheit, in der Design-Umsetzung konvexe und konkave Flächen, klassischer Stil und sportliche Dynamik. Der L-finesse verdanken wir die Familienähnlichkeit der IS-, GS- und LS-Baureihen. Sie sind verschieden, aber es sind diese im Design integrierten Elemente, die sie gemeinsam haben und die sie als zu einer Marke gehörig identifizieren. Achten Sie einmal auf Details der Linienführung an diesen auf den ersten Blick so verschiedenen Autos, und Sie werden die gemeinsame Idee dahinter entdecken.


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Erste Veröffentlichung am 17. Februar 2010, letzte Bearbeitung am 26. März 2013.


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