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Der Lexus LFA

Lexus LFA
Lexus LFA
(Copyright © Toyota Deutschland GmbH, Lexus Division)
 

      Diese Website hiess bisher „Lexus – Die Hybrid-Fahrzeuge“. Mit dieser Sektion über den LFA wurde sie umbenannt in „Lexus – (Nicht nur) Hybrid-Fahrzeuge“. Warum kam der LFA hierher?
      Die Antwort ist einfach: Er ist ein Lexus, und ich bin bekennender Lexus-Enthusiast. Über den fehlenden Elektromotor im LFA kann man sicher auch hinwegsehen, wenn man berücksichtigt, dass Lexus mit dem LFA, gewissermassen „von null auf hundert“, der Sprung in die elitäre Klasse der Supersportwagen gelungen ist. Man kann, wenn man die Firmengeschichte betrachtet, diesen Meilenstein nicht einfach ignorieren. Schliesslich, das sei hier vorweggenommen, werden in Zukunft weitere Nicht-Hybride auf dieser Site vorgestellt, als nächstes voraussichtlich der IS F und mit ihm die gesamte IS-Baureihe (die einige sehr interessante Eigenheiten innerhalb der Lexus-Modellpalette aufweist – demnächst mehr dazu).

      Nach langen Vorstudien und mehreren Entwicklungsstufen von Konzeptfahrzeugen mit der Bezeichnung LF-A war es dann Ende 2009 endlich so weit: Bei der 41. Tokyo Motor Show (24. 10. – 4. 11. 2009) erlebte der Lexus LFA seine Weltpremiere. Von diesem Tag an konnte man ihn kaufen – wobei der Kaufabsicht wohl bei den meisten, die von diesem Auto beeindruckt waren, die auf eine Stückzahl von weltweit 500 limitierte Produktion ebenso wie der Preis von € 375 000,– etwas entgegenstanden. In der Schweiz lag der Grundpreis bei Fr. 405 000,–, mit einigen Extras allerdings liess sich auch die Halbe-Million-Marke erreichen. Allein das auf einer eigenen Seite vorgestellte Nürburgring Package erhöhte den Kaufpreis um Fr. 73 800,–.

Lexus LFA
So nah werde ich einem Lexus LFA, bei europaweit nur 40 ausgelieferten Autos dieses Typs, wohl nie wieder kommen:
Am 24. 3. 2013 war ein Exemplar des Edel-Sportlers zu Gast in meiner Lexus-Niederlassung.
(Copyright © 2013 C. Ozdoba)
 
Lexus LFA

      Die 500 Glücklichen, die dieses Auto erwerben konnten (es waren sogar weniger: ein Kunde kaufte gleich drei), bekamen allerdings für ihr Geld auch einen substanziellen Gegenwert: Der 4,8-Liter-Zehnzylinder im LFA leistet 560 PS, bietet eine Beschleunigung von null auf hundert in 3,7 Sekunden und eine Höchstgeschwindigkeit von 325 km/h. Der Motor erfüllt natürlich die Euro-5-Norm. Das Auto zeigt konsequent umgesetzten Leichtbau: Die 2005 vorgestellte erste Studie hatte noch eine Leichtmetall-Karosserie, der Serien-LFA besteht aus Kohlefaser-Verbundwerkstoffen, wobei Toyota/Lexus teilweise eigene Technologien entwickelt hat. Das Design ist in jedem Detail, bis zu den oben in den Türen versenkt angebrachten Griffen, aerodynamisch optimiert; ab 80 km/h fährt ein Heckspoiler aus.

Lexus LFA
Lexus LFA
(Copyright © Toyota Deutschland GmbH, Lexus Division)
 

      Die Fahrdynamik des LFA wurde auf allen Ebenen optimiert; die Konzeptfahrzeuge lieferten dazu wertvolle Erfahrungen. 2008 und 2009 nahmen LFA-Vorserienmodelle am 24-Stunden-Rennen auf dem Nürburgring teil; die dort eingesetzten Fahrzeuge hatten noch konventionelle Stahl-Bremsscheiben. Beim Serien-LFA kommt Karbon-Keramik zum Einsatz, die allein an jedem Rad fünf Kilogramm Gewichtsersparnis bringt. Die Radaufhängung wurde in ausgiebigen Testfahrten auf dem Nürburgring optimiert.
      Diese Liste liesse sich noch lange fortsetzen; die Beispiele sollten aber ausreichend deutlich zeigen, warum ein solcher Sportwagen gar nicht günstiger gebaut werden kann.

Lexus LFA
Die technischen Daten können Sie an vielen Stellen nachlesen, diese Übersichten finden Sie nirgends:
30 Lack- und 12 Lederfarben standen für den LFA zur Auswahl; am häufigsten sieht man ihn in weiss, silber, orange und matt(!)schwarz. Ob bei nur 500 Exemplaren alle Kombinationsmöglichkeiten ausgeschöpft wurden, ist nicht bekannt.
(Copyright © Toyota Motor Corporation; Download von www.lexus-lfa.com (1).)
 
Lexus LFA

      Von Anfang an war eine Limitierung auf 500 Exemplare des LFA geplant; pro Monat sollten maximal 20 Autos im Motomachi-Werk in Toyota-City, grösstenteils in Handarbeit, gebaut werden. Jeder Motor trägt die individuelle Signatur des Ingenieurs, der ihn gebaut hat.

Lexus LFA Nur wenige Glückliche dürfen sich an diesem „Arbeitsplatz“ erfreuen.
(Copyright © Toyota Motor Corporation;
Download von www.lexus-lfa.com (1).)
 

      Die Produktion begann am 15. Dezember 2010. Fast auf den Tag genau zwei Jahre später, am 14. Dezember 2012, verliess der 500. und letzte LFA das Werk. In Europa wurden 40 LFA verkauft; hier gab es auch den weltweit einzigen Kunden, der gleich drei dieser Supersportler bestellte. Zwei weitere europäische Kunden bestellten einen zweiten LFA, nachdem sie den ersten erhalten hatten. (Einer zum Fahren, einer als Sammlerstück/Geldanlage?) Der letzte von fünf in der Schweiz verkauften LFA, gleichzeitig der letzte in Europa, trägt die Seriennummer 493.

Lexus LFA
Der letzte Lexus LFA für Europa
(Copyright © Toyota Deutschland GmbH, Lexus Division)
 

Fussnoten:

  1. Die Site wurde am 29. März 2013 geschlossen. Es ist zwar wirklich nicht sinnvoll, ein Auto weiterhin zu bewerben, dessen gesamte geplante Produktion bereits verkauft ist, aber für die Lexus-Enthusiasten ist es schade. Ich hatte zum Glück vorher noch reichlich Material von dort heruntergeladen. (Die Site ist übrigens in der → Wayback Machine, dem „Gedächtnis des World Wide Web“, weiterhin zu finden, aber dort komme ich über die Flash-Präsentation zu Beginn nicht hinaus.)

Literatur:


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Copyright © 2013 und verantwortlich für den Inhalt:

Erste Veröffentlichung am 27. April 2013, letzte Bearbeitung am 27. April 2013.


Adresse dieser Seite: http://www.ozdoba.net/lexus/lfa/lexus_lfa.html

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