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Der Lexus LS 600h (1. Generation 600h, 4. Generation LS)

Am Beginn der Entwicklung dieses Automobils standen zahlreiche Diskussionen über das Konzept der ultimativen Luxus-Limousine an sich und über die Richtung, die wir mit dem neuen Lexus-Spitzenmodell einschlagen wollten. Die dabei gefundenen Antworten führten zur bislang konsequentesten Umsetzung der Unternehmensphilosophie von Lexus und dem perfekten Ausdruck der Werte, die die Marke Lexus auszeichnen: zum LS 600h.

Osamu Sadakata, Chefingenieur Lexus LS 600h
(Pressemappe zum LS 600h, August 2007)

LS 600h
Lexus LS 600h
(Copyright © Toyota Deutschland GmbH, Lexus Division)
 

      Die New York International Automobile Show erlebte 2006 eine Weltpremiere: Nach der Präsentation des RX 400h 2004 und der Vorstellung des GS 450h 2006 kam mit dem LS 600h der Hybridantrieb in die Oberklasse. Diese – ab 31. 8. 2007 in Deutschland verkaufte – gut fünf Meter lange Luxuslimousine bot eine ganze Reihe von Neuerungen und Rekorden:

LS 600h Frontscheinwerfer
Das erste LED-Licht in einem Serienauto war gleich ein technisches Meisterwerk.
(Copyright © Toyota Deutschland GmbH, Lexus Division)
LS 600h Frontscheinwerfer

 

L wie Leistung

      Statt eines langen Textes lasse ich hier die Daten für sich sprechen:

      Was diese Werte im Betrieb bedeuten, konnten wir inzwischen mit unserem LS 600h feststellen – das Resultat war die Kapitelüberschrift auf dieser Seite.

LS 600h LS 600h LS 600h
Der 600h lässt keinen Zweifel daran, dass er ein Hybrid ist: Im typischen „Hybrid-Blau“ sind das Logo an Front (oben links) und Heck (oben rechts) ebenso gehalten wie die Modellbezeichnung am Heck (rechts). Dazu kommt dann noch der „Hybrid“-Schriftzug an der Seitenleiste (oben Mitte).
(Copyright © 2013 C. Ozdoba)
LS 600h

 

L wie Luxus

      Wenn Sie die Tür des LS 600h schliessen – pardon, lose ins Schloss ziehen und dann von der „Türschließautomatik mit elektrischer Zuziehhilfe“ komplett schliessen lassen –, sind Sie im Lexus-Universum. Die Aussenwelt wird von der Doppelverglasung der Scheiben und einer der aufwändigsten und effektivsten Geräuschdämmungen in der Oberklasse ausgesperrt. Lassen Sie sich also mit Ihrer Lieblingsmusik verwöhnen, die der 450-Watt-Verstärker des Mark Levinson Reference Surround System an 19 Lautsprecher liefert, deren Frequenzbereich, Position und Abstrahlwinkel in mehr als 2000 Stunden im Lexus-Soundlabor optimiert wurden.

      Was dieses Auto dem Fahrer und seinen Fahrgästen sonst alles bietet, würde den Rahmen dieser Vorstellung sprengen – die rund 700 Seiten des Handbuchs kommen nicht von ungefähr. Die Ausstattungsvariante „Ambience“ bietet alles, was man sich als verwöhnter Autofahrer in der Oberklasse wünscht, vom beheizten Lenkrad in Holz-/Lederausführung über die Sonnenschutzrollos an Heck- und hinteren Seitenscheiben, das Glas-Schiebe-/Hebedach und die 4-Zonen-Klimaautomatik bis zum „Rear Entertainment System“ und den elektrisch einstellbaren Rücksitzen (natürlich mit Memory).

      In der Langversion (LS 600hL) ist das Auto noch einmal 12 cm länger, die vollständig dem Radstand und dem Knieraum der Fondpassagiere zugutekommen. In dieser Version ist der LS 600 eher ein Chauffeur-Auto; der maximale Luxus (mit Massagefunktion im Sitz) kommt dem Platz hinten rechts zugute, dem Stammplatz der Minister und Aufsichtsratsvorsitzenden. Eher nichts für engagierte Selbstfahrer – anders gesagt: Warum soll ich für etwas bezahlen, was ich ohnehin nie nutze?

LS 600h
Abmessungen des Lexus LS 600h und 600hL
(Copyright © Toyota Deutschland GmbH, Lexus Division)
 

Die Sicherheitsausstattung

      Auch in diesem Aspekt setzte der LS 600h Massstäbe: Das Advanced Pre-Crash-System (das selbst bei diesem Auto noch aufpreispflichtig war), bestehend aus Advanced Obstacle Detection System (Objekterkennung mittels Infrarotkamera), Driver Monitoring System (Gesichtsfeldmonitor), Emergency Steering Assist (Notfall-Lenk-Assistent) und Rear Pre-Crash Safety System (Heck Pre-Crash Safety System), bot den zu dieser Zeit besten Rundumschutz und verhalf dieser LS-Baureihe zu einem → Innovationspreis des ADAC. Ansonsten kommen Sie als Freund von Spionageromanen bei diesem Auto auf Ihre Kosten, denn hier lernen Sie viele neue Abkürzungen jenseits von CIA, NSA und BND kennen. Gewöhnen Sie sich beim LS also an

      Keine Sorge: Wenn Sie häufiger in einschlägigen Foren unterwegs sind, lernen Sie diese Begriffe ganz schnell – übersetzt werden sie dort nämlich nicht!

LS 600h Adaptive Pre-Crash System
Advanced Pre-Crash System des Lexus LS 600h
Oben: Die Überwachung nach vorne erfolgt durch Mikrowellenradar und eine Infrarot-Stereokamera, nach hinten durch das Heckradar.
Unten: Die Reaktion der Vordersitze, wenn das Heckradar einen drohenden Heckaufprall registriert. Schleudertraumata werden dadurch weitgehend vermieden. Die beiden, auch bei der Version mit kurzem Radstand vorhandenen, Schalter an der Innenseite der Beifahrer-Rückenlehne sind übrigens für den Passagier hinten rechts, nicht für den Beifahrer: Der hinten Sitzende kann damit den Beifahrersitz nach vorne fahren und die Rückenlehne steil stellen. (Copyright © Toyota Deutschland GmbH, Lexus Division)
LS 600h Adaptive Pre-Crash System

 


 

Facelift 2010

      Traditionell gibt es bei Lexus nach drei Jahren ein Facelift, nach sechs Jahren dann ein neues Modell. 2010 standen also Neuerungen für den 2007 eingeführten LS an, und die gab es reichlich, sowohl aussen wie in der Ausstattung.

LS 600h
Lexus LS 600h Modelljahr 2007 (oben) und 2010 (unten).
Beachten Sie den „gröberen“ Lamellengrill, die geänderten Lufteinlässe vorn mit der grossen Öffnung in der Mitte und die Blinker in den Aussenspiegeln bei dem neuen Modell. Das sind die markantesten Unterscheidungsmerkmale (es gibt noch subtilere). (Copyright © Toyota Deutschland GmbH, Lexus Division)
LS 600h

      Das DVD-Navigationssystem wurde auf ein Festplatten-System umgestellt. Eine neue Batterieanordnung erlaubte eine Vergrösserung des Kofferraumvolumens – des einzigen echten Schwachpunkts des ersten LS 600h – von 325 auf 420 Liter. Für die hinteren Sitze gab es optional Lendenwirbelstützen und Massagefunktion, dafür entfiel das Kühlfach in der hinteren Mittelarmlehne. Die Soundanlage konnte um einen DAB-Radioempfänger erweitert werden. Der Spurhalteassistent, bisher nur im LS 460 verfügbar, war jetzt auch im LS 600h erhältlich. Ganz wichtig: Der Startknopf wurde blau! Verbrennungs- und Elektromotor sowie sämtliche Leistungsdaten blieben unverändert, das Hybridsystem wurde um einen ECO-Modus erweitert.

LS 600h LS 600h
Lexus LS 600h Modelljahr 2007 (links) und 2010 (rechts).
Von hinten ist die Unterscheidung etwas schwieriger. Beachten Sie hier die innere Kontur der Rücklichter: Beim Modell 2007 ist sie konkav, beim Modell 2010 zur Mitte hin bogig konvex. (Copyright © Toyota Deutschland GmbH, Lexus Division)

      Für den Fahrer-Arbeitsplatz gab es eine komplette Neugestaltung des Armaturenbretts: Statt der nebeneinander angeordneten Drehzahlmesser und Tachometer wurde das TFT-Display jetzt von einem grossen, zentralen Tachometer dominiert; der Drehzahlmesser verwandelte sich in eine Segmentanzeige am linken Rand – gewöhnungsbedürftig und eigentlich eher eine Darstellungsform für Tankinhalt oder Kühlwassertemperatur. Die Hybridanzeige Charge–Eco–Power wanderte von links nach rechts.

LS 600h
Lexus LS 600h Modelljahr 2007 (oben) und 2010 (unten).
Sitzt man hinter dem Steuer, ist auf Anhieb klar, in welcher Generation man sich befindet. Mir gefällt die obere Darstellungsweise, ehrlich gesagt, besser, und das nicht nur, weil ich sie von unserem LS kenne – dieses Design passt irgendwie besser zu einer durchaus sportlich zu bewegenden Limousine. (Copyright © Toyota Deutschland GmbH, Lexus Division)
LS 600h

Literatur:


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Copyright © 2013 und verantwortlich für den Inhalt:

Erste Veröffentlichung am 29. März 2013, letzte Bearbeitung am 3. April 2013.


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