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Unser Lexus LS 600h – Fahrzeugübergabe (5. 3. 2013) und erste Erfahrungen

      Am 5. März, zwei Wochen nach der Probefahrt, war es so weit: Wir konnten unseren LS abholen. Der Prius wurde zum letzten Mal betankt (das gehört sich einfach – schliesslich übernahmen wir auch einen vollgetankten LS), und es gab den letzten Eintrag in die Excel-Tabelle: Insgesamt lag unser Durchschnittsverbrauch über 44 905 km bei 5,48 l/100 km. In Zukunft dürfen wir wohl mit etwa dem Doppelten (oder ein bisschen mehr) rechnen – aber 445 Pferde brauchen nun einmal mehr Hafer als 136 ….

Übergabe LS 600h

      Herr Brand, „Mr. Lexus“ in → unserer Niederlassung, hatte die Fahrzeugübergabe stilvoll vorbereitet. Das ging von der persönlichen Begrüssung (links) über vollen Tank und Autobahn-Vignette bis zu neuen Batterien in allen Fernbedienungen (bei unserer Ausstattung gibt es auch noch eine in der hinteren Armlehne) und sogar der Taschenlampe im Bordwerkzeug. Blick für und Liebe zum Detail – Lexus eben!

      Dann ging es am und im Auto, das im für Lexus reservierten Übergaberaum bereitstand, an die detaillierte Erklärung aller Funktionen. Irgendwo habe ich einmal gelesen, dass ein voll ausgestatteter LS über mehr als 100 Bedienelemente verfügt – ich habe sie nicht gezählt, aber ich bin geneigt, das zu glauben. Nach gut zwei Stunden, in denen von der Lenkradheizung bis zu den Haken zum Einhängen von Einkaufstüten im Kofferraum nichts ausgelassen wurde, hatten wir alle Fähigkeiten der schwarzen Schönheit kennengelernt – und trösteten uns damit, dass das Meiste ohnehin durch learning by doing irgendwann noch einmal in der Praxis drankommen würde. Mit einem espresso doppio und vielen guten Wünschen wurden wir dann auf die Strasse entlassen. Wir fuhren zunächst die gleiche Strecke wie bei der Probefahrt zwei Wochen vorher, aber jetzt in dem Bewusstsein, dass es tatsächlich unser LS ist!

Übergabe LS 600h
Viele Knöpfe, viele Schalter: Das LS-Cockpit.
Die kleinen Leuchtdioden unmittelbar über dem Lenkrad gehören zur Gesichtsfelderkennung des
Advanced Pre-Crash System. Irgendwie merkwürdig, vom eigenen Auto beobachtet zu werden …

 

Eindrücke von der ersten Ausfahrt: Die eiserne Faust im Samthandschuh

      Die schiere Leistung dieses Autos ist überwältigend, noch eindrucksvoller aber ist die Art, wie diese Leistung entfaltet wird: Immer präsent, aber absolut unaufdringlich. Betätigt man den entsprechenden Schalter auf der Mittelkonsole und schaltet den LS auf „Comfort“, hat man das Gefühl, mit einem fliegenden Teppich unterwegs zu sein. Tritt man dann – was man hier in der Schweiz nur sehr vorsichtig tun sollte – das Gaspedal einmal durch, schiesst der immerhin etwa zweieinhalb Tonnen schwere LS los wie ein abgeschossener Pfeil. Ich freue mich schon auf die erste Fahrt über die Kasseler Berge auf der A7: Wo der Prius Mühe hatte, mit voll durchgetretenem Pedal 130 km/h zu halten, wird der LS wahrscheinlich vergessen lassen, dass man überhaupt auf einer bergigen Strecke unterwegs ist. Ich werde berichten!

Übergabe LS 600h
Beim Prius hatte ich die Farbe Schwarz noch als „die Abwesenheit von Farbe“ kritisiert. An einem grossen Auto sieht es dagegen richtig gut aus, vor allem, wenn es, wie hier, mit einem hellgrauen Lederinterieur mit grauem Vogelaugenahorn kombiniert wird. Eine Augenweide!
Übergabe LS 600h

      Der V8 arbeitet praktisch unhörbar; Lexus hat bezüglich der „besten Geräuschdämmung“ nicht übertrieben. Umso besser kann man sich auf das Soundsystem konzentrieren; die Mark-Levinson-Anlage bietet schieren akustischen Genuss. Selbst eine (digitalisierte) alte Mono-Aufnahme (Dave Brubeck, Konzertmitschnitt Berlin 1958 – also so alt wie der Chronist) wird mit diesem System zum Erlebnis.

Übergabe LS 600h
Mit dem Navigationssystem (dem wir inzwischen ein Update spendiert haben) kamen wir auf Anhieb zurecht:
Es hat die gleichen Vor- und Nachteile wie das in unserem Prius.

      Der „Lexus Hybrid Drive“ funktioniert im Prinzip genauso wie der „Hybrid Synergy Drive“ im Toyota: Auch der LS verfügt über eine stufenlose variable Übersetzung. Trotzdem kann man den Wählhebel der Automatik durch acht Stufen bewegen, die in unterschiedlichem Mass die Motorbremse zum Einsatz bringen. Die Höchstgeschwindigkeiten sind in den einzelnen Bereichen begrenzt.
      Wir konnten das am Jaunpass (in West-Ost-Richtung 12,6 % Gefälle) testen: Auf Stufe S4 braucht man, um die zweieinhalb Tonnen in Schach zu halten, kaum mehr auf die Bremse zu treten. Diese Schaltung ist wesentlich differenzierter als die Stellung „B“ im Prius.

      So weit die allerersten Eindrücke. Bisher haben wir den LS gerade einmal rund 450 km bewegt; es ist bitter, wenn man ein solches Auto an einem Dienstag Nachmittag übernimmt und am Donnerstag Morgen um sechs Uhr die Maschine zu einem Kongress abfliegt! Sehr gespannt sind wir natürlich auf das erste Tanken; eine erste überschlägige Rechnung ergibt bisher einen Durchschnittsverbrauch von ca. 10 l/100 km, aber das kann man wohl erst nach den ersten 1000–2000 km halbwegs beurteilen. Vielleicht wird es ja auch einmal Frühling?
      Fragen Sie sich jetzt, liebe Leserinnen und Leser, ob wir denn gar nichts an diesem LS zu kritisieren haben? Doch – aber das ist Jammern auf höchstem Niveau: Wir hätten in der Borduhr (die übrigens per GPS-Signal gestellt wird) gerne eine 24-Stunden-Anzeige! Wenn das in den nächsten Jahren der einzige Kritikpunkt bleibt: Damit können wir leben …

Übergabe LS 600h
Den Einstellplatz in unserer Garagenhalle füllt der LS wesentlich üppiger aus als der Vorgänger. Hier steht er nach der ersten Ausfahrt – und wir gingen glücklich nach Hause, um uns dem Studium des rund 700 Seiten starken Handbuchs zu widmen!

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Copyright © 2013 und verantwortlich für den Inhalt:

Erste Veröffentlichung am 27. März 2013, letzte Bearbeitung am 27. März 2013.


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