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Cailler MOB
 
Compagnie du chemin de fer
Montreux – Oberland Bernois

 
www.ozdoba.net/mob
2001

MOB  ·  Montreux – Oberland Bernois

Hinweise zum Betrieb für Modellbahner

      Grundsätzlich wird der Bahnbetrieb im Schweizer Eisenbahnwesen nach weitgehend einheitlichen Regeln abgewickelt. Trotzdem hat jede Bahn ihre kleinen Eigenheiten; einige, die mir bei der MOB aufgefallen sind, stelle ich auf dieser Seite vor. 


 

Oberleitung überall

      Der Modellbahner kennt die goldene Regel, wonach Gleise, auf denen gefährliche Güter be- und entladen werden (brennbar oder explosiv, z.B. Tankwagen, in der Schweiz „Zisternenwagen“ genannt) nicht unter Fahrdraht liegen. Das stimmt z.B. bei der RhB und der SBB. Auch Gleise, in deren Lichtraumprofil Kräne arbeiten (z.B. bei der Holzverladung), haben normalerweise keine Oberleitung.

      Die MOB besitzt jedoch nur sehr wenige Diesel-Rangierfahrzeuge, so dass diese Regel hier häufig nicht angewandt werden kann. Stattdessen wird in entsprechenden Abschnitten die Oberleitung abgeschaltet. Zusätzlich werden solche stromlos geschalteten Oberleitungs-Abschnitte mit einer Erdungsstange gesichert. (Bei der RhB habe ich eine solche Stange erst einmal, im Depot Pontresina, im Einsatz gesehen.)

      Die Erdungsstange ist mit einer auffälligen orangefarbenen Flagge gekennzeichnet:

Erdungsstange
BDe 4/4 3006 auf stromlos geschaltetem Gleis
(Zweisimmen, 18.4.2004)
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Oberleitungsmasten: Alt, aber gut

      Noch immer, aber immer seltener, trifft man auf einzelnen Abschnitten der MOB auf die alte Ketten-Fahrleitung System Otth, die im Zuge der Renovationen nach dem Krieg in den späten vierziger Jahren montiert wurde. Für Modellbahner ist das gut: Man braucht nur eine Art Oberleitung, unter der – ohne Stilbruch – Triebwagen aus den Sechzigern ebenso wie der Crystal Panoramic Express und die Ge 4/4 verkehren können. (Die Schachtel der Crystal-Panoramic-Zugpackungen von Bemo zeigt ein Vorbildfoto mit genau dieser Situation: Supermoderner Zug unter alter Oberleitung.)

      Leider gibt es, so weit ich weiss, keinen Hersteller, der eine Otth'sche Fahrleitung als 1:87-Modell anbietet. Selbstbau ist angesagt – bei den einfachen Holzmasten unproblematisch, die Ausleger erfordern etwas Bastelei, für die ich bisher leider noch keine Zeit gefunden habe …
      (Wie so etwas aussehen kann, zeige ich Ihnen auf einer anderen Seite.)

Otth'sche Fahrleitung
Otth'sche Fahrleitung vor Rougemont, 18.4.2004
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      Im Frühjahr 2004 wurde die alte Oberleitung auf etlichen Streckenabschnitten gegen die neue ausgetauscht. Diese Bilder entstanden vier Wochen, sechs Wochen und knapp ein Jahr nach dem oben gezeigten an der gleichen Stelle:

Otth'sche Fahrleitung, daneben neue Masten
Vor Rougemont: Die neuen Masten sind installiert (16.5.2004) …
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Otth'sche Fahrleitung, daneben neue Masten
… und knapp zwei Wochen später hat man bereits mit
der Montage der Fahrleitung begonnen (28.5.2004).
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neue Fahrleitung
Ein Jahr später ist von der alten Fahrleitung nichts mehr zu sehen (15.5.2005).
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      Auf Brücken sind die alten Oberleitungen übrigens nicht an Masten, sondern an den links unten gezeigten, die Brücke überspannenden Bögen montiert (Brücke bei Flendruz, 2.5.2004). Auch diese verlangen im Modell nach Selbstbau!
      Dort, wo die neue Oberleitung installiert ist, wird sie auch auf Brücken an Masten geführt, rechts am Beispiel der Reichenbach-Brücke in Gstaad gezeigt.

Alte Oberleitung auf Brücke Neue Oberleitung auf Brücke

(Copyright © 2004 C. Ozdoba)

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Zugschlussleuchten

      Bei der RhB seit den Achtzigern abgeschafft, bei der MOB immer noch in Gebrauch: Die Zugschlussleuchte.

      Falls ein Zug nicht mit einem Triebwagen oder Steuerwagen endet, einem Fahrzeug also, das die schweizerische Zugschlussbeleuchtung (ein rotes Licht rechts unten) anzeigt, bekommt der letzte Wagen eine Zugschlussleuchte. Verschiedene Typen sind in Gebrauch, so dass der Modellbahner hier unter dem erhältlichen Zubehör ziemlich frei wählen kann. Zwei Beispiele:

Zugschlussleuchte
Zugschlussleuchte am A 105 im Bahnhof Montreux
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Zugschlussleuchte
Zugschlussleuchte am GoldenPass Panoramic Express, der soeben
den Bahnhof Château-d'Oex in Richtung Montreux verlässt (18.4.2004)
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Sicherheitszeichen (in Deutschland „Grenzzeichen“)

      An Stellen, an denen Gleise zusammen kommen (Weichen, Kreuzungen) markieren diese Zeichen die Grenze, bis zu der ein Fahrzeug auf dem einen Gleis stehen darf, ohne in das Lichtraumprofil des anderen Gleises hineinzuragen. In Deutschland ist das Zeichen das bekannte rot/weisse → Ra12, in der Schweiz wird dafür meist ein einfarbig rotes Zeichen verwendet:

Sicherheitszeichen
So genanntes ”Sicherheitszeichen“ in der Schweiz
Die Abbildung stammt von → dieser Website und unterliegt, gemäss den dort angegebenen Bedingungen, einer freien Lizenz zur Verwendung.

      Diese Zeichen reichen bis zur Schienenoberkante – bei starkem Schneefall sind sie damit nicht mehr sichtbar. Bei der MOB findet man daher zusätzlich (oder sogar ausschliesslich) in der Mitte einer gedachten Verbindungslinie zwischen den beiden Zeichen einen roten Stab, der auch bei hohem Schnee noch sichtbar bleibt. Dieses kleine, leicht herzustellende Accessoire gehört zu den Dingen, die einer Anlage oder einem Diorama den letzten „Touch“ an Vorbildtreue verleihen.

Sicherheitszeichen und Stange
Rote Stange zwischen den Sicherheitszeichen im Bahnhof Zweisimmen, 18.4.2004
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Sicherheitszeichen und Stange
Zentral angeordnetes Sicherheitszeichen mit Stange an der Einfahrt zum Bahnhof Lenk, 31.5.2004
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Copyright © 2004–2008 und verantwortlich für den Inhalt: Christoph Ozdoba.
Erste Veröffentlichung am 1. Juni 2004, letzte Bearbeitung am 3. März 2008.


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