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Allgemeine Informationen zu Nikon

Kurze Geschichte der Firma Nikon

25. Juli 1917 Die drei Firmen Tokyo Keiki Seisaku Sho, Iwaki Glass Manufacturing und Fujii Lens Seizo Sho schliessen sich zur „Nippon Kogaku Kogyo Kabushiki Kaisha“, kurz Nippon Kogaku K.K., zusammen. Die Fusion wird von dem mächtigen Konzern Mitsubishi unterstützt, zu dem Nikon auch heute noch gehört. Der Name bedeutet etwa „Japanische Optische Gesellschaft“.
1918 Das Werk Ohi im Tokyoter Stadtteil Shinagawa wird eröffnet – bis heute ist Ohi das Nikon-Stammwerk.
1923 Nippon Kogaku eröffnet ein eigenes Labor für Glasforschung.
1932 Das erste Kameraobjektiv mit der Bezeichnung Nikkor erscheint.
1937 50-mm-Objektive für das Kleinbildformat werden im Auftrag des Seiki Kogaku Precision Optical Research Institute für dessen „Hansa-Kwanon“-Kameras entwickelt – heute bekannt als „Canon“. Nippon Kogaku baut bis 1947 alle Objektive für Canon-Messsucher-Kameras.
1939 Nippon Kogaku K.K. wird an der Tokyoter Börse geführt.
1939 – 1945 Nippon Kogaku wird Hauptlieferant optischer Geräte für die Regierung. In insgesamt 19 Werken arbeiten 23'000 Mitarbeiter.
Nach dem Krieg müssen fast alle der zwischen 1938 und 1944 gegründeten Zweigwerke schliessen, nur das Stammwerk Ohi und ein Zweigwerk bleiben mit 1'400 Mitarbeitern in Betrieb.
16. Oktober 1945 Die amerikanische Besatzungsarmee erteilt Nippon Kogaku die Erlaubnis zur Wiederaufnahme der Produktion ziviler Güter.
15. April 1946 Eine Serie von 20 Handmustern einer 35-mm-Kleinbildkamera wird aufgelegt; die ersten Prototypen sind im September 1946 fertig. Aus dem Firmennamen entsteht der Name für die Kamera: NIpponKOgakuN.
1948 Am 7. März kommt die erste „Nikon“ auf den Markt: Die Messsucherkamera Nikon I mit dem Filmformat 24x32 mm. Nippon Kogaku setzt hier bereits auf ein Bajonett statt eines Schraubanschlusses.
1949 Die zweite „Nikon“ erscheint, jetzt mit dem Filmformat 24x34 mm. Dieses „medium format“ zwischen dem Format der Nikon I und dem 24x36-Standardformat verleiht der Kamera ihren Namen: Nikon M.
frühe fünfziger Jahre Während des Korea-Krieges lernen in Tokyo stationierte amerikanische Bildjournalisten Nikon-Kameras und Nikkor-Objektive kennen; insbesondere der für die Zeitschrift Life tätige berühmte Reporter David Douglas Duncan trägt durch seine Begeisterung für dieses System viel zur Verbreitung der Marke in den USA bei.
1951 Die erste Anzeige für Nikon-Kameras erscheint in Fotozeitschriften in den USA.
8. September 1951 Ende des amerikanischen Besatzungsstatuts in Japan. Ab diesem Datum entfällt der Hinweis MIOJ (Made In Occupied Japan) auf Kameras und Zubehör.
1952 Gründung des „Nikkor Club“ in Japan.
1954 Mit der Nikon S2 erscheint die erste Kamera im 24x36-mm-Format.
1959 Der Beginn einer Legende: Die Nikon F erscheint. Nikons erste Spiegelreflex-Kamera führt das (mit Modifikationen) bis heute gebräuchliche F-Bajonett ein. Die Kamera wird ein gigantischer Erfolg: Insgesamt werden bis zur Einstellung der Produktion im Jahre 1972 über eine Million „F“ verkauft.
Die Bezeichnung „F“ wurde übrigens zu Ehren von Masahiko Fuketa, dem Chefentwickler aller Nikon-Kameras von I bis F, gewählt.
1961 Mit Gründung der Nikon AG Switzerland in Zürich etabliert sich Nippon Kogaku auf dem europäischen Markt.
1965 Das erste Modell der Nikkormat-Reihe wird vorgestellt.
1971 Die Nikon F2 wird als Nachfolgemodell der „F“ präsentiert. Insbesondere die professionellen Fotografen, die sich an ihre F gewöhnt hatten, stehen dem neuen Modell zunächst reserviert gegenüber, ehe „die Neue“ dann zu einem noch grösseren Erfolg als ihre Vorgängerin wird. (Dieses Spiel hat sich seither bei jeder Vorstellung eines neuen Profi-Modells wiederholt …)
Auf der Camera Show in Chicago stellt Nikon den Prototypen eines Autofokus-Objektivs vor, das (nie in Serie gegangene) AF-Nikkor 80/4.5.
1977 Nach fast zwanzig Jahren die erste Änderung am F-Bajonett: Die AI-Kupplung wird eingeführt. Im Gegensatz zu anderen Herstellern stellt Nikon dabei sicher, dass sämtliche alten Objektive auch am neuen Anschluss weiter verwendet werden können.
1978 Meine persönliche Nikon-Geschichte beginnt. Im zarten Alter von 20 Jahren besuche ich erstmals die Photokina. Als stolzer Besitzer einer Miranda dx-3 entdecke ich die Welt der Nikons: Der Prospekt zur F2AS Photomic wird für Monate zu meiner Lieblingslektüre – der Stoff, aus dem die Träume sind …
22 Jahre später realisiere ich diesen Traum!
1979 Die NASA wählt Nikon als Kleinbildkamera für das Space-Shuttle-Programm.
1980 Ein Klassiker wird geboren: Die Nikon F3. Mit einem Objektiv- und Zubehör-Programm, das seinesgleichen sucht, wird sie zu der Profi-Kamera schlechthin und bleibt über zwanzig Jahre im Programm!
1981 Ehrenreich Photo-Optical Industries, Inc. (EPOI), der Generalimporteur für Nikon-Produkte in den USA, wird von Nippon Kogaku aufgekauft. Die neue Nikon Inc. wird offizielle Auslandsvertretung.
1982 Erneute Modifikation des Bajonetts mit Einführung des AI-S-Typs.
Die Nikon FG ist die erste Nikon mit Programmautomatik.
1983 Die F3AF kommt als erste Autofokus-Nikon auf den Markt. Sie verwendet spezielle Objektive mit eingebautem AF-Motor bzw. einen motorisierten Tele-Konverter. Dieses Modell erreicht keine grossen Stückzahlen.
Erste elektronische Blendenautomatik in der Nikon FA. Zusätzlich bietet die FA Mehrfeldmessung, die Grundlage der heutigen Matrix-Messung.
1985 Mit der F-501 wird die erste wirklich in Serie gebaute Autofokus-Kamera vorgestellt (AF-Motor im Kameragehäuse). Parallel dazu erscheinen die ersten Autofokus-Objektive, die in den nächsten Jahren die manuellen Versionen zunehmend und schliesslich vollständig ablösen.
1988 Zwei neue Modelle setzen erneut Massstäbe im gehobenen Amateur- und Profi-Bereich: Die Nikon F-801 bietet erstmals Matrixmessung und einen Autofokus, der wirklich Spass macht. Die Kamera wird auf Anhieb ein voller Erfolg.
In der Profiklasse wird mit der Nikon F4 die Nachfolgerin (aber nicht Ablösung) der F3 vorgestellt. Als bis heute einzige Nikon bietet sie Matrixmessung mit allen, also auch AI- und AI-S-Objektiven, und als letzte „Profi-Nikon“ kann die F4 serienmässig nicht-AI-Objektive aufnehmen. Ansonsten hat Nikon in dieser Kamera wieder einmal fast Alles realisiert, was zu dieser Zeit technisch machbar ist.
1. April 1988 Nippon Kogaku K.K. wird zur Nikon Corporation.
1992 Die Nikon F90 eröffnet neue Möglichkeiten vor Allem beim Blitzen mit der neuen 3D-Matrixmessung, die erstmals – mit den gleichfalls neuen AF-D-Objektiven – die Informationen einer 8-Zonen-Matrixmessung mit Entfernungsinformationen vom Objektiv kombiniert.
1996 Der „ultimative Profihammer“ (Fachpresse) erscheint: Die Nikon F5 ist bei ihrem Erscheinen als neues Flaggschiff in der Profiklasse die leistungsfähigste Kleinbild-Spiegelreflexkamera auf dem Weltmarkt. Ein neues Autofokus-System (AF-Modul mit 1300 CCD-Elementen und selektiv anwählbaren Messfeldern), erstmals überhaupt ein farbempfindliches Matrix-Messsystem und ein unglaublich schneller eingebauter Motor unterstreichen neben anderen Eigenschaften einmal mehr, welche Firma im professionellen Kleinbild-Spiegelreflex-Bereich die Massstäbe setzt.
1999 Die Nikon F100 kommt als Nachfolgerin der inzwischen zur F90X gereiften F90 als neues Top-Modell für den gehobenen Amateur-Markt mit professionellen Ansprüchen. Die „kleine F5“ übernimmt viele Errungenschaften des Leader-Modells. Diese Generation (F5/F100) steht Pate für die digitalen Profimodelle.
Zunehmend wird bei den Objektiven die „Silent-Wave“-Technologie (Ultraschall-Motoren) verwendet: Bewährte Objektive wie das 80–200 oder das 28–70 erscheinen neu in dieser „AF-S“-Version, ein 17–35 mm AF-S-Zoom erschliesst neue Weitwinkel-Anwendungen.
Mit der Nikon D1 erscheint die erste Digitalkamera in der – wie üblich an der einstelligen Modellbezeichnung erkennbaren – „Profiklasse“. Die 2,66 Megapixel hat man heute im Mobiltelefon, damals setzte diese Kamera Massstäbe.
2003–2004 2003 erscheint die D2H als neues Highspeed-Digital-Topmodell (später verbessert zur D2Hs). Ein Jahr später folgt ihr die D2X (später verbessert als D2Xs), die den neuen Standard in Nikons digitaler Profiklasse setzt. Die Kamera hat eine Auflösung von 12,4 Megapixeln.
2004 Nikon bringt noch einmal (vielleicht zum letzten Mal?) ein neues analoges Spitzenmodell. Die F6 bietet zahlreiche Neuerungen, vom 11-Feld-Autofokus bis zu einem kleinen Monitor auf der Rückseite, über den sich die unzähligen Funktionen steuern lassen. Das absolute Top-Modell unter den analogen Autofokus-Kameras!
2007 Endlich erscheint die digitale Profikamera, die selbst einen Analog-Fotografen wie mich vollständig überzeugt: Die D3 bietet erstmals einen Vollformat-Sensor, der „crop factor“ entfällt, Weitwinkel sind wieder echte Weitwinkel. Gleichzeitig überarbeitet Nikon die gesamte Objektivpalette, die neuen (am schwarz auf gold eingelegten „N“ erkennbaren) Objektive mit einer neuen Vergütung bieten optisch absolute Spitzenleistungen.
Nikon feiert zwei Jubiläen: 90 Jahre Nikon und 40 Millionen Nikkor-Objektive. Das 90th-Anniversary-Logo ist in diesem Jahr auf vielen Druckschriften und Produktinformationen zu finden.
Logo 90 Jahre Nikon     Logo 40 Millionen Nikkore
(Logos Copyright © Nikon AG)
2009 Noch ein Jubiläum: Das inzwischen legendäre F-Bajonett wird 50. „Während andere Hersteller ihr Bajonettsystem im Zuge der Einführung neuer Technologien wie Autofokus oder der Digitalfotografie komplett umstellten, konnte Nikon diese in das bestehende Bajonett integrieren und so eine weitgehende Abwärtskompatibilität gewährleisten. […] Aktuelle Nikon-Kameras können prinzipiell mit fast allen NIKKOR-Objektiven, die ab 1977 gebaut wurden, verwendet werden.“ heisst es in der Pressemitteilung – eine in der Tat beachtliche Leistung!
Logo 50 Jahre F-Bajonett
(Logo Copyright © Nikon AG)

      Zum Schluss das neueste Gerücht:
      Das Web ist eine Fundgrube für nicht fundierte Spekulationen. Was wurde da nicht alles über die D3 geschrieben, und jeder wusste es natürlich ganz genau …
      Hier die Gerüchte, die ich verbreitet habe, und was aus ihnen wurde:


Literatur:


Copyright © 1999–2009 und verantwortlich für den Inhalt:

Erste Veröffentlichung am 11. Juli 1999, letzte Bearbeitung am 2. November 2009.


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