Logo der Nikon-Website

Nikon-Digitalkameras

Die Nikon D3

      Lange wurde schon darüber spekuliert, dass Nikon als Nachfolgemodell der D2X/Xs eine Kamera mit Vollformat-Sensor bringen würde. Dass sie D3 heissen würde, war logisch, aber alles, was man sonst dazu auf dem Web lesen konnte, war wüste und teilweise völlig unrealistische Spekulation.
      Am 23.8.2007 hatten die Spekulationen ein Ende, als Nikon diese Pressemitteilung veröffentlichte:

Presseerklärung zur D3
Nikon-Presseerklärung vom 23. August 2007

      Die D3 ist aktuell das Topmodell, und Sie finden alle Daten zu dieser Kamera auf der Website Ihrer nationalen Nikon-Niederlassung (→ Nikon Schweiz, → Nikon Deutschland, → Nikon Österreich). Umfassende Informationen über die „derzeit beste digitale SLR der Welt“ (CHIP Foto-Video digital, Heft 2/2008) brauche ich hier also nicht zu wiederholen. Ich werde nur einzelne Punkte aufgreifen, die mir an dieser Kamera besonders aufgefallen sind.

 

Die Verwandtschaft der Profi-Nikons

F6 und D3
Meine F6 und D3 – Ähnlichkeiten sind nicht rein zufällig …

      Bei den grossen Nikons ist es wie bei Mercedes: Kennt man einen, kann man auch den anderen fahren. Die Ähnlichkeit zwischen den beiden technisch so unterschiedlichen Kameras, dem analogen und dem digitalen Spitzenmodell, in allen wesentlichen Bedienelementen (die sich auf bei anderen Nikon-Kameras findet) ist eine enorme Erleichterung für den Fotografen, der von einem Modell zu einem anderen um- oder aufsteigt. Ich hatte keine Probleme, mich zurechtzufinden, als ich zur F5 die D1X erwarb, dann kam die F6, bei der auch nur das wirklich Neue neu zu lernen war, und auch mit der D3 fühlte ich mich auf Anhieb wohl: Messfeldwahl, Funktionen von vorderem und hinterem Einstellrad, Belichtungskorrektur, Bracketing – alles ist da, wo man es erwartet, weil man es schon so kennt. So etwas trägt natürlich auch zur Markenbindung bei; wer als Nikon-Fotograf zur D3 kommt, wird den grössten Teil des 472-Seiten-Handbuchs nicht brauchen. (Das soll Benutzer anderer Fabrikate natürlich nicht davon abhalten, sich [endlich] eine Nikon zu kaufen.)

 

Live View

      Das Bild kennen Sie sicher: Eine Gruppen von Menschen läuft mit ausgestreckten Armen durch die Gegend, den Blick starr auf einen Punkt im Raum etwa 30 Zentimeter vor sich gerichtet. Nein, das ist nicht eine Vollversammlung der Schlafwandler-Gesellschaft, das sind Touristen mit kompakten Digitalkameras bei der Besichtigung eines historischen Ortes. Endlich können Sie das auch mit einer Profi-Nikon machen – das macht sicher viel Spass und trainiert die Armmuskeln, wiegt doch eine D3 mit z.B. dem neuen 14–24/2.8 knapp zweieinhalb Kilo.

      Sie merken es schon: Ich bin von dieser neuen Option nicht begeistert. Eine Kamera mit einem schweren Objektiv (und gute, lichtstarke Objektive sind immer schwer) will vernünftig gehalten werden, und das heisst sicher nicht, dass ich die Kamera vor mir hertrage. Für Arbeit mit dem Stativ, sei es Landschafts-, Makro- oder Produktfotografie, ist das sicherlich eine gute Idee, aber den „Freihand“-Modus hätte sich Nikon von mir aus gerne ersparen können; das ist eine Funktion, die ich nach einmaligem Ausprobieren nie wieder brauchen werde.

 

Fotografieren bei ISO 6400

      Nikon hat bei der Vorstellung der D3 speziell auf die Möglichkeit hingewiesen, hohe Empfindlichkeiten zu nutzen. Die ISO-Skala reicht, wenn man das Einstellrad durchdreht, bis 6400, und jenseits davon gibt es noch die Einstellungen „HI 1“ und „HI 2“. Zwei Lichtwerte über 6400, das sind sagenhafte ISO 25600! Auch von meinem Händler hatte ich gehört, dass die D3 bei 6400 noch recht brauchbare Bilder mache.
      Ich war sehr skeptisch, hatte ich doch von einem Nikon-Fotografen-Kollegen gehört, dass er bei seiner D2Xs schon bei ISO 800 das Rauschen als extrem störend empfand. Also: Ausprobieren!

      Die Bilder entstanden am Karfreitag 2008 im Berner Hauptbahnhof mit dem 24–70mm f/2.8G ED AF-S; sehen Sie selbst:

ISO 1600

ISO 1600

ISO 3200

ISO 3200

ISO 6400

ISO 6400

      Achten Sie insbesondere auf die Decke und die leicht grünliche Fläche unter dem Wort „Halbtax“. Bei 1600 ist das alles noch ganz ordentlich; das ist sicher eine Option für das Fotografieren in Situationen wie Zirkus oder Museum, wo man nicht blitzen darf. Bei 3200 – nun ja, zu Begeisterungsstürmen reisst die Qualität nicht hin. Bei 6400 ist dann das Signal-Rausch-Verhältnis für meinen Geschmack doch etwas zu sehr ins Rauschen verschoben.
      Immerhin weiss ich jetzt, was ich wann zu erwarten habe, und wenn die Alternative zu ISO 6400 gar kein Bild wäre, würde ich selbst darauf noch zurückgreifen. Bis 1600 kann man die D3 jedenfalls problemlos „aufdrehen“, und das ist schon sehr ordentlich!


Literatur:


Copyright © 2008 und verantwortlich für den Inhalt:

Erste Veröffentlichung am 24. März 2008, letzte Bearbeitung am 24. März 2008.


Zurück zur Sektion Nikon-Digitalkameras / zur Startseite.


Adresse dieser Seite: http://www.ozdoba.net/nikon/digital_d3.html

Durch das World Wide Web Consortium validierter Code gemäss dem Standard XHTML 1.0 Strict   Erstellt mit einem Mac