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Die Nikon F-801 und F-801s

Nikon F-801s
Meine F-801s (die zweite; s. Text)

      Die F-801 war eine der „Meilenstein“-Nikons: Erstmals gab es in dieser Kamera eine kürzeste Verschlusszeit von 1/8000 Sekunde, und in der Nachfolge-Version F-801s gab es zum ersten Mal ausserhalb der „Profiklasse“ die Spotmessung.

      Die Typenbezeichnung hielt sich lange: Sechs Jahre lang konnte man eine 801 erwerben, von 1988 bis 1991 als F-801, danach bis 1994 als F-801s; mit der F90 war die endgültige Ablösung der x01-Baureihen gekommen.

      Die F-801s ist heute ein Geheimtipp auf dem Gebrauchtmarkt. Wegen des inzwischen anscheinend nicht mehr zu stoppenden Verfalls der Preise für analoge Spiegelreflexkameras (ob sich dieser Trend irgendwann noch einmal umkehrt?) können Sie diese Kamera mit Top-Ausstattung zu einem oft fast symbolischen Preis finden. Ich besass schon einmal eine F-801s, die ich irgendwann dummerweise verkaufte. Als ich die oben gezeigte Kamera in absolut neuwertigem Zustand für gerade einmal Fr. 68,– (etwas mehr als € 40,–) entdeckte, musste ich sie einfach wieder haben. Vielleicht können Sie das ja nachvollziehen …

Anleitung zur Nikon F-801s Buch zur Nikon F-801s
Wenn Sie eine F-801(s) erwerben, aber die Anleitung (links) nicht auftreiben können, hilft Ihnen
das rechts gezeigte Buch, das antiquarisch noch zu finden sein sollte (s. auch „Nikon-Literatur“).

      Die Ausstattung musste sich hinter dem damaligen Top-Modell F4 nicht verstecken. Im Vorwort der Bedienungsanleitung heisst es „Mit der Entwicklung der F-801s hat Nikon die Grenzen der Spiegelreflextechnologie wieder einmal weiter hinausgeschoben. Ein sehr schnelles Autofokussystem, die vorausberechnete Scharfeinstellung bei bewegten Motiven, die vielseitige Matrix-Messung und die gleichfalls zur Verfügung stehenden Spot- und mittenbetonten Messungen, der matrixgesteuerte Aufhellblitz sowie der einmalig schnelle Metall-Schlitzverschluss mit superkurzen 1/8000s sind die ‘Highlights‘, die Ihnen sofort ins Auge fallen“.

      Dabei hat Nikon die vielfältigen Automatikfunktionen (Blende, Zeit, Programm) und den in das gerade einmal knapp 700 g schwere Gehäuse eingebauten Motor, der eine Bildfrequenz von 3,3 Bildern/s erlaubt, noch gar nicht erwähnt.
      Wechselbare Einstellscheiben gab es natürlich; zur Profiklasse fehlen eigentlich nur die Spiegelvorauslösung, nach damaligem Stand (mit der F6 wurde das verlassen) die Wechselsucher, das 100%-Sucherbild und die Belichtungsreihen-Automatik. Letztere lässt sich allerdings ergänzen (s.u.).

Nikon F-801s von oben
Ein aufgeräumter Arbeitsplatz: Die Oberseite meiner F-801s

      Eine weitere sehr positive Eigenschaft dieser Kamera: Sie brauchen zur Stromversorgung keine teuren Lithium-Batterien, die normalen AA-Batterien aus dem Supermarkt sind völlig ausreichend. Davon benötigt die F-801s vier Stück, immerhin wollen drei Motoren (Filmtransport, Autofokus, Verschluss/Spiegel/Springblende) versorgt werden. (Eine Rückspulkurbel gibt es nicht mehr; wenn am Ende des Films die Batteriespannung zu stark abgefallen ist, müssen Sie zum Zurückspulen erst neue Batterien einlegen.)

      Weitere Funktionen erschliessen sich dem F-801(s)-Benutzer mit der Multifunktionsrückwand MF-21. (Es gab auch eine Variante namens MF-20, die lediglich die Einbelichtung von Datum und Uhrzeit auf den Film erlaubte – eher überflüssig.)

MF-21 zur Nikon F-801s
Diese MF-21 war ein Zufallsfund in der Occasionen-Vitrine meines Stammhändlers im Jahr 2007:
„New old stock“, wie unsere angelsächsischen Freunde sagen, also neu, originalverpackt, nie gebraucht –
es waren sogar noch die Batterien in Originalverpackung in der Schachtel, Verfallsdatum 09/88!

      Bei Anschluss der MF-21 kann die F-801(s) (gilt für beide Modelle) noch einiges mehr: Intervallaufnahmen, extreme Langzeitbelichtungen und Belichtungsreihen stehen damit zur Verfügung. Diese Rückwand braucht allerdings ihre eigene Stromversorgung, zwei 3-Volt-Knopfzellen Typ 2025.


Literatur:


Copyright © 2008 und verantwortlich für den Inhalt:

Erste Veröffentlichung am 24. März 2008, letzte Bearbeitung am 24. März 2008.


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