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Die Nikon F6

Nikon F6
EISA Award für die F6

      Vieles hat sie mit ihren Vorgängern gemeinsam, auch viel Prestigeträchtiges: Da ist nicht nur das Design by Giugiaro, sondern auch der Gewinn des EISA Award als beste analoge Kamera des Jahres 2006. Den hatten auch schon die F4 (1989/90) und die F5 (1997/98) erhalten – Tradition verpflichtet! (Im selben Jahr wurde die D2X übrigens als European Professional Camera ausgezeichnet.)

      Im → Text der EISA heisst es „The Nikon F6 is a fitting tribute to 35mm as the great era of analogue photography draws to a close.“ Die Kategorie „Analogue Camera“ gab es 2005/2006 bei der EISA zum letzten Mal – tatsächlich das Ende einer Ära!

      Die F6, diese Prognose wage ich, wird keine Nachfolgerin mehr bekommen. Schon heute ist sie die einzige analoge Kamera, die es bei Nikon überhaupt noch gibt, und man darf gespannt sein, wie lange wohl noch. Realistisch gesehen, geht die Ära der Analog-Fotografie nicht dem Ende entgegen – sie ist bereits zu Ende.

      Trotzdem gibt es noch unverbesserliche Analog-Fotografen wie mich, und diese wenigen Silberhalogenid-Enthusiasten bekommen mit der F6 zweifellos das Feinste, was je an analoger Kleinbildkamera gebaut wurde. Nikon hat in dieser F6 noch einmal alles realisiert, was zu diesem Zeitpunkt (Vorstellung 2004) technisch vernünftigerweise machbar war.

      Der Autofokus mit 11 Messfeldern, die sich in Gruppen zusammenfassen lassen, ist der gleiche wie in der D2X. Dieser Wähler für die AF-Messfeldsteuerung (so heisst er laut Handbuch) an der Kamera-Rückseite war, neben dem Monitor, das ungewohnteste Element für mich beim Umstieg von der F5 auf die F6.

Nikon F6 Rückseite
Die Rückseite meiner F6. Beachten Sie den AF-Messfeldwähler,
den Monitor und den angesetzten MB-40

      Der für eine analoge Kamera ungewöhnlich grossse Monitor an der Rückseite ist eine ausserordentlich praktische Einrichtung, sowohl für die normale Benutzung wie für die Einstellung der zahlreichen Individualfunktionen.
      Wesentlich erweitert und verbessert wurden die Möglichkeiten der Dateneinbelichtung; die F6 kann auf dem Filmsteg Belichtungszeit, Blende, Belichtungssteuerung, allfällige Korrekturwerte und eine Bildnummer (oder das Datum) einbelichten. Ganz neu ist die Möglichkeit, die Kamera-intern gespeicherten Daten (bei Auswahl der Option „detailliert“ speichert die Kamera 21 Parameter pro Bild, und das für rund 30 Filme!) über ein Zusatzgerät, das MV-1, auszulesen und auf einer CompactFlash-Karte zu speichern. Die Daten können dann auf einen PC übertragen und dort archiviert werden. Auch die F6 profitiert vom Digital-Zeitalter!

      Erstmals seit der Einführung der „F“ gibt es in der F6 bei Nikons Profiklasse keine Wechselsucher mehr. Das Zubehörangebot ist allerdings immer noch umfangreich und reicht von wechselbaren Einstellscheiben bis zum Winkelsucher. Natürlich kam auch in die F6, wie in alle meine Nikons, als erstes die Gitter-Einstellscheibe Typ E.
      Persönlicher Kommentar: Dieses Teil ist so praktisch, dass ich nicht verstehe, warum Nikon es nicht zum Standard macht oder wenigstens das in der F80 vorgestellte elektronisch einblendbare Gitter auch in der Profiklasse verwendet (das gibt es nämlich durchaus noch, z.B. in der D80 und D300). Selbst meine Coolpix L11 hat eine solche Funktion, aber raten Sie einmal, welches Zubehörteil ich als erstes für meine rund 8'000,– Franken teure D3 gekauft habe: Richtig, die Gitter-Einstellscheibe Typ E!

      Unbedingt empfehlenswert ist der Multifunktionshandgriff MB-40. Abgesehen davon, dass er den Grip deutlich verbessert (zugegeben, ich habe Handschuhgrösse 10, und ich liebe grosse, schwere Kameragehäuse, aber das ist Ansichtssache), bietet er durch die Stromversorgung über acht Batterien oder einen Akku eine Bildfrequenz von maximal acht Bildern pro Sekunde im Modus CH gegenüber den 5,5 Bildern/s bei Betrieb ohne MB-40. Ausserdem haben Sie mit dem MB-40 einen zusätzlichen Auslöser (ideal für Hochformat-Aufnahmen) und eine zusätzliche AF-Starttaste, deren Funktion Sie über die Individualfunktion a7 auf AE-L/AF-L umprogrammieren (und dann gegebenenfalls über die Funktion c2 weiter modifizieren) können.


Literatur:


Copyright © 2008 und verantwortlich für den Inhalt:

Erste Veröffentlichung am 24. März 2008, letzte Bearbeitung am 24. März 2008.


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