Logo der Nikon-Website

Nikon – Das Spiegelreflex-System seit 1959

Die Nikon F90 und F90X

(Diese Seite ist in nächster Zeit für eine komplette Überarbeitung vorgesehen)

      Als ich 1993 meine F90 kaufte, war diese Kamera, nach dem absoluten Top-Modell F4, die Nummer 2 im Nikon-Programm. Ich hatte die F90 nach langen Jahren der Foto-Abstinenz (keine Zeit, keine Lust, andere Interessen …) aufgrund der hervorragenden Kritiken dieses damals neuen Modells (erschienen 1992) gewählt, und ich habe diese Entscheidung bisher nie bereut.

      Im Jahr 1994 ersetzte Nikon die F90 durch die F90X; die Unterschiede zwischen beiden Modellen sind marginal, an der grundsätzlich hervorragenden Ausstattung und Bedienbarkeit hat sich nichts geändert:
      Die F90X hat eine im Gegensatz zur F90 dank neuer CPU noch kürzere AF(Autofokus)-Einstellzeit, eine jetzt in Drittelstufen einstellbare Verschlusszeit, bietet als interessantes neues Zubehör einen Hochformat-Griff mit entsprechendem Auslöser und hat ein noch robusteres Gehäuse als ihre Vorgängerin.
      Der Doppel-Selbstauslöser ist bei der F90X entfallen; wahrscheinlich wurde er ebenso selten gebraucht wie die gleichfalls nicht mehr vorhandene Einstellung mit Piepstönen (vornehmer: „elektronischen Signaltönen“) am Hauptschalter, die man beim schnellen Einschalten der F90 leicht versehentlich einstellen kann, woraufhin man dann mit nervendem Doppelpieps bei erfolgter Fokussierung „belohnt“ wird.

      Das Spitzenmodell F4 wurde 1996 durch die F5 abgelöst, so dass die F90/X inzwischen das am längsten gebaute Modell im aktuellen Nikon-Programm ist.
      Übrigens wurden die F90X 1995/96 und die F5 1997/98 jeweils zur „Kamera des Jahres in Europa“ gewählt.

Die F90/X – eine Profi-Kamera?

      Eine immer wieder gern diskutierte Frage, die aber letztlich bedeutungslos ist: Es kommt nicht darauf an, als was eine Kamera lanciert wird, sondern wie sie eingesetzt wird, und es ist zu hören, dass sich die F90/X bei Profis durchaus einer gewissen Beliebtheit erfreut.
      Vorgeworfen wird ihr, dass zur „echten“ Profi-Kamera unter anderem die volle 100%-Darstellung des Bildes im Sucher fehlt (die F90/X bietet 92%); ich habe das bisher nicht vermisst – aber ich bin ja auch kein Profi …
      Was ich eher vermisse, ist die eingebaute Möglichkeit, Belichtungsreihen anzufertigen; dies ist allerdings mit der Multifunktionsrückwand MF-26 möglich.

Das Geniale an der F90/X

      … ist natürlich die in dieser Kamera realisierte 3D-Matrixmessung (in Verbindung mit D-Nikkoren): Die CPU des Objektivs übermittelt Entfernungsdaten an die CPU der Kamera (wer hätte gedacht, dass man irgendwann einmal beim Fotografieren ein halbes Netzwerk in der Hand hat), die in die Belichtungsmessung (auch beim Blitzen!) mit eingehen.
      Parallel mit der Neuvorstellung der F90 im Jahr 1992 und in den folgenden Jahren brachte Nikon dann auch folgerichtig eine ganze Palette dieser „D“-Objektive heraus, die mit einer F90/X eine ideale Kombination abgeben.
      Die meisten älteren Nikkore sind mit der F90/X verwendbar; Details s. „Literatur“ (das Buch von Moose Peterson gehört in das Regal jedes Nikon-Freundes!).

Eine ganz besondere F90

      In Braczkos Handbuch ist eine F90 abgebildet (nicht bei den Sondermodellen, sondern mit der normalen F90 zusammen), die man nicht sehr häufig zu sehen bekommt: Eine voll funktionsfähige Kamera mit einem Gehäuse aus Plexiglas und einem in gleicher Ausführung gefertigten AF-Zoom-Nikkor 28–70.
      Anfang 2000 wurde bei → eBay eine solche Kamera (ohne das Objektiv) versteigert und fand für $ 3'200,– einen neuen Besitzer. Mit Erlaubnis des Verkäufers kann ich Ihnen diese Rarität hier zeigen:

F90 Plexiglas-Version
Abbildung Copyright © → Pacific Rim Camera, mit freundlicher Genehmigung zur Verwendung auf dieser Site freigegeben.

 

Und was ist mit der F100?

      „Ich habe sie im November 1998 erstmals gesehen und in der Hand gehalten, was für eine Bewertung sicher nicht gerade viel ist. (Sie soll ab Frühjahr 1999 lieferbar sein.)
      Erster Eindruck (wie gesagt: sehr oberflächlich): Eine Kamera mit den Funktionen der F90 und dem Design der F5. (Immerhin hat der freundliche Nikon-Händler diesen meinen ersten Eindruck für nicht ganz unzutreffend erklärt …)
      Ich bin noch nicht dazu gekommen, den Katalog im Detail zu lesen und technische Daten zwischen F90X, F100 und F5 zu vergleichen. Wechselsucher wird es sicher für die F100 nicht geben, was sie sonst kann, bleibt abzuwarten.“

      Den oben kursiv gesetzten Text schrieb ich im Dezember 1998, und inzwischen sehe ich mich wieder einmal in meiner Ansicht bestätigt, dass man sich nie auf erste Eindrücke verlassen soll. So, wie ich die F100 heute sehe, muss der Satz heissen
      „Eine Kamera, die im Design der F5 ähnlich ist, mit fast allen Funktionen der F5.“

      Moose Peterson schreibt auf seiner seit dem 30.1.99 bestehenden Website über die F100, dass Nikon jetzt Probleme haben könnte, die F5 zu verkaufen. Ich muss ehrlich sagen, dass meine Entscheidung heute vielleicht auch zugunsten der F100 ausfallen würde, die selbst mit dem separaten Motor (Vorteil: deutliche Gewichtsersparnis) bei wirklich praktisch identischem Leistungsumfang immer noch deutlich preiswerter ist als die F5. Irgendwann muss ich mir mal die F100 ganz liebevoll im Detail ansehen …


Literatur:


Copyright © 1999–2001 und verantwortlich für den Inhalt:

Erste Veröffentlichung am 1. Februar 1999, letzte Bearbeitung am 9. Dezember 2001.


Zurück zur Sektion Kameras / zur Startseite.


Adresse dieser Seite: http://www.ozdoba.net/nikon/slr/nikon_f90.html

Durch das World Wide Web Consortium validierter Code gemäss dem Standard XHTML 1.0 Strict   Erstellt mit einem Mac