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Über diese Nikon-Website – und warum sie 7 Jahre Pause gemacht hat

Mein Weg von Nikon zu Leica – und zurück

      Ich gestehe: Vor einigen Jahren bin ich Nikon untreu geworden.
      Die Brillanz der Leica-Objektive, das berühmte Bokeh, die Feinmechanik auf dem Niveau edler Schweizer Uhren – das Alles liess mich meine „Gebrauchs-Nikons“ einmotten und die reinen Sammlerstücke verkaufen. Weg mit FA, 401, 601, 801, diversen Nikkormat, F3, F4, (zum Glück nur) Teilen der grossen Literatur-Sammlung! Eine Grundausstattung an Leica-Objektiven wollte finanziert werden …
      (Dass ich die Nikon-Ausrüstung zum Fotografieren behalten habe, war weise, wie sich heute zeigt!)

      Einige Jahre lang war ich glücklicher Leica-Fotograf, zog, je nach Anlass, mit diversen M- und R-Gehäusen durch die Lande, hatte ein kleines Vermögen in eine Objektivpalette von 19 bis 560 mm Brennweite investiert, besass natürlich die „Spezialitäten“ wie Shift und Makro – und irgendwann, ganz unmerklich, geschah es:
      Die Dias stapelten sich, wurden zwar noch kurz angesehen, aber dann abgelegt, natürlich mit dem ganz festen Vorsatz, das gesamte Material irgendwann zu sortieren und zu katalogisieren. Zunehmend ertappte ich mich dabei, dass ich nur noch meine Minolta Dimage 7 mitnahm, und irgendwann realisierte ich, dass ich dem besonderen Reiz, der im Ansprechen der menschlichen Trägheit besteht, der Digitalfotografie erlegen war.

      Die logische Folge war der Erwerb einer Leica Digilux 2, und zunächst war die Welt wieder in Ordnung. Irgendwann fragte ich mich allerdings, wozu ich all die schönen (und teuren) Objektive in diversen Fototaschen hatte; da musste es doch eine Antwort geben?

      Die Antwort kam, und zwar in Form des Digital-Modul-R. Es wurde angekündigt, aber es kam nicht. Es wurde wieder angekündigt, aber es kam immer noch nicht. Endlich kam es – und kostete ca. Fr. 7'800,–!

      Liebe Freunde in Solms: Sie bauen sehr gute Kameras (wenn auch immer noch ohne Autofokus), teilweise geradezu legendäre Objektive, aber: Was zuviel ist, ist zuviel!

      Dann doch noch Hoffnung: Meine Digilux 2 bekam eine Nachfolgerin, die Digilux 3. Ich konnte kaum glauben, was ich da im ersten Prospekt zu dieser Kamera las: Autofokus, Wechselobjektive, und das zu einem Gehäusepreis von Fr. 2498,–!
      Der zweite Blick brachte die Ernüchterung: Unter „Aufnahmetyp/-format“ hiess es im Datenblatt Digitale Spiegelreflex-Systemkamera mit Objektivbajonett im Four-Thirds-Standard.

      Liebe Freunde in Solms: Wenn Sie mit einer Neuentwicklung die -zig Tausend Franken (oder Euro) teuren Objektivsammlungen Ihrer Kunden über Nacht zu Altglas degradieren, haben Sie bald keine Kunden mehr. Einen haben Sie jedenfalls verloren …


      Reumütig kehrte ich zurück, von Solms nach Ohi. Erstaunlicherweise schafft man es dort schon seit 50 Jahren, bei allen modernen Entwicklungen, vom Autofokus mit Ansteuerung extrem leiser und schneller Ultraschallmotoren bis zur 3D-Color-Matrixmessung, immer noch denselben Bajonettanschluss für die Kommunikation zwischen Kamera und Objektiv zu verwenden. Das ist Investitionsschutz!

      Ich wollte also für die Digitalfotografie zu Nikon zurückkehren. Nach intensivem Studium der Datenblätter war die Entscheidung eigentlich gefallen, eine D200 sollte es sein. Ich hatte mir sogar schon ein Buch über diese Kamera gekauft; so etwas ist gut angelegtes Geld, wenn es doch um immerhin mehr als 2'000,– Franken geht.

      Ich ging zu meinem Händler, um mir die D200 ganz in Ruhe anzusehen – und ich verliess das Geschäft mit einer gebrauchten D1X!

      Natürlich hätte ich diese Kamera nie neu gekauft; der letzte Neupreis von ca. Fr. 11'000,– überstieg bei weitem Budget (und Bedarf) eines engagierten Amateurs. Für Fr. 798,– jedoch schien sie mir das beste Preis-Leistungs-Verhältnis zu bieten. Allein die Speichererweiterung, die der Vorbesitzer bei Nikon installieren liess, kostete etwa halb so viel, wie ich jetzt für die Kamera bezahlt habe. (Mehr über die D1X finden Sie auf einer eigenen Seite.)

      Digital war ich damit also erst einmal gut ausgerüstet, aber im Grunde meines Herzens war ich immer noch ein analoger Mensch. Der gebrauchten D1X folgte kurz darauf eine neue F6 – dafür wurden Sammlerstücke wie M2, M3, R-E und R7 in Zahlung gegeben. Auch zu dieser Kamera können Sie hier mehr lesen.

      Dann kam die Kamera, auf die ich wohl irgendwie immer schon gewartet hatte: Die D3. Als ich sie zum ersten Mal bei meinem Händler in der Hand hatte, war klar: Ich muss sie haben. Die letzten Leicas und ihre Objektive gingen zum Händler – ade, I(A), IIIg, M6, M7, R6.2, R8 …

      Habe ich das bereut? Nie! Bin ich ein Digitalfotograf geworden? Noch nicht ganz, aber F5 und F6 bleiben zunehmend häufiger zu Hause. Wir werden sehen, wie das weitergeht. (Übrigens: Inzwischen habe ich auch wieder eine F3 und eine F4s; das sind Kameras, die man einfach haben muss!)


Die Neuauflage dieser Website

      Ich bin kein wirklicher Kamerasammler mehr; ich habe fast nur noch Gehäuse und Objektive, die ich wirklich zum Fotografieren verwende. (Nun ja, fast … – inzwischen passen diese Stücke aber in einen Schrank.)

      Die alten, 1998–2001 geschriebenen Seiten blieben unverändert (einschliesslich der Literaturhinweise) erhalten und wurden lediglich an den neuen Stil dieser Site angepasst. (Das bedeutet neben einer neuen Struktur und einem anderen Layout z.B.: Umschreiben von HTML 4 auf XHTML 1 Strict, typographische Korrekturen wie „solche“ statt "solcher" Anführungszeichen und Anpassung an die neue Rechtschreibung.) Falls Aktualisierungen unumgänglich waren, wurden diese speziell hervorgehoben.

      Da sich in der Vergangenheit einige dumme Menschen (alle Plagiateure sind grundsätzlich dumm, sonst würden sie ja etwas Eigenes schaffen) ziemlich ungeniert an den Inhalten dieser Site bedient und diese teilweise als ihr eigenes Werk ausgegeben haben, sind jetzt alle Bilder mit einem „Wasserzeichen“ versehen worden. Es tut mir Leid, wenn das den optischen Eindruck schmälert, aber es ist wohl der einzige Schutz, den man gegen diese geistigen Dünnbrettbohrer hat.

      Die Originalbilder wurden zum grössten Teil weiter verwendet, aber auch hier werden Sie die Fortschritte der Informationstechnologie merken: Während ich 2001 noch mit einem 54-kBit-Modem ins Web ging, hat sich die Technik in den letzten sieben Jahren rasant weiter entwickelt. Breitband-Internet-Zugänge sind inzwischen eher die Regel als die Ausnahme; ich habe jetzt zu Hause einen 15'000-kBit-Anschluss. Neue Seiten werden mit wesentlich grösseren Abbildungen als früher illustriert, und die in der ersten Version dieser Website noch vorhandenen Angaben, wie viele Grafiken auf jeder Seite zu laden sind, habe ich ersatzlos gestrichen – vier- oder fünfhundert Kilobyte mehr oder weniger spielen heute wirklich keine Rolle mehr.
      Teilweise wurden Abbildungen neu erstellt; das eindrucksvollste Beispiel finden Sie auf der Seite über die F-401:

F-401 Image Master Control F-401 Image Master Control
Die linke Abbildung stammt aus der „Ur-Version“ dieser Seite, die am 4. Juli 1999 ins Web ging. Damals hatte ich noch keine Digitalkamera;
die F-401 wurde auf einen (nicht besonders hoch auflösenden) Scanner gelegt! Entsprechend sind Grösse und Qualität des Bildes.
Die Abbildung rechts habe ich im März 2008 mit meiner Coolpix L11 im Makro-Modus neu aufgenommen.

      Die Sektion über die Sucherkameras („Rangefinder“) wollte ich ursprünglich komplett streichen. Am 18.8.2000 hatte ich auf der alten Site geschrieben „Alle Arbeiten an der Rangefinder-Site sind vorläufig ausgesetzt; die geplanten Ergänzungen habe ich auf niedrigste Priorität zurückgestuft. Offenbar hatte ich das Interesse an diesem Thema überschätzt, aber bei nicht einmal 800 Besuchern in knapp 10 Monaten lohnt der Aufwand fast nicht mehr. Das, was es schon gibt, bleibt natürlich erhalten.“
      Insgesamt habe ich diese Sektion deutlich gestrafft, etliche Seiten sind entfallen, aber für die (offenbar nur wenigen) Freunde dieser Kameras bleibt das alte Material erhalten. Wie schon vor fast acht Jahren gilt aber: Ergänzungen kommen, wenn überhaupt, mit niedriger Priorität. Ich habe mir allerdings den aktuellen Band von Rotoloni gekauft und werde die vorhandenen Seiten mit dieser Standard-Referenz überarbeiten und gegebenenfalls korrigieren.

      Die alte Version dieser Website bekam lobende Kommentare von kompetenten Lesern. Ich hoffe, dass ich das Niveau halten bzw. wieder aufleben lassen kann und Ihnen, liebe Leserinnen und Leser, hier wieder und weiterhin Interessantes zum Thema Nikon vermitteln kann.

      Viel Spass mit der Neuauflage dieser Nikon-Website!


Copyright © 2008 und verantwortlich für den Inhalt:

Erste Veröffentlichung am 24. März 2008, letzte Bearbeitung am 24. März 2008.


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