Der Toyota Prius III Prius III

Verwandte des Prius III
Der Prius Plug-in

      Bei der Internationalen Automobil-Ausstellung (IAA) in Frankfurt 2009 stellte Toyota eine Ergänzung des Modellprogramms vor, auf die viele Prius-Freunde schon seit der Präsentation des P III warteten, denn Toyota arbeitete schon seit Jahren an diesem Konzept: Eine „Plug-in“-Variante des Prius, einen Hybrid also, dessen (im Gegensatz zum normalen Modell leistungsstärkere) Batterie auch an einer ganz normalen Steckdose geladen werden kann. Die Bezeichnung PHEV dieses Prius steht für Plug-in Hybrid electric vehicle.

Toyota Prius Plug-in
Toyota Prius Plug-in
(Copyright © Toyota Deutschland GmbH)

      Warum ein Plug-in, was ist die Idee hinter diesem Konzept? Toyota hat dies bei der Präsentation anlässlich der IAA schlüssig dargelegt:

      Für das Problem von Grösse und Gewicht der Batterien hat Toyota sich eine neue Lösung einfallen lassen: Wie der Prius+ wird der PHEV mit einer Lithium-Ionen-Batterie statt der bisher verwendeten Nickel-Metallhydrid-Batterien ausgestattet. Hersteller dieser Batterien ist Toyotas Partner Panasonic Electric Vehicle Energy (PEVE). Die Vorteile: Die höhere Energiedichte bedeutet, dass Gewicht und Platzbedarf trotz der höheren rein elektrischen Reichweite etwa gleich bleiben, und die Batterie kann in nur 90 Minuten voll geladen werden.

Toyota Prius Plug-in
Toyota Prius Plug-in So einfach kann „Tanken“ in Zukunft sein: Toyota Prius Plug-in
(Copyright © Toyota Deutschland GmbH)

      Die Reichweite eines Prius Plug-in im rein elektrischen Betrieb liegt bei ca. 20 km, und im Gegensatz zum EV-Betrieb des P III, der bei 45 km/h endet, ist im Plug-in eine Höchstgeschwindigkeit von 100 km/h im Batteriebetrieb möglich.

      Ein Hauptproblem des Plug-in-Betriebs sieht Toyota (s. o.) im Fehlen einer Infrastruktur von Ladestationen. Seit Dezember 2009 läuft weltweit ein Testprogramm mit 500 Prius Plug-in (davon 200 in Europa), wobei dieses Problem berücksichtigt wird: In Strassburg, wo die ersten europäischen Testfahrzeuge laufen, errichtet der Projektpartner EDF (ein französischer Energiekonzern) mehrere hundert Ladestationen, die teilweise mit einer neu entwickelten Technik zur Fahrzeug-Identifikation und automatischen Abrechnung des Stromverbrauchs ausgestattet sind – wichtige Voraussetzungen, wenn der Plug-in aus dem Konzeptstadium zur Serienfertigung gelangen soll.

      Was bringt das Plug-in-Konzept in konkreten Zahlen? Mit einem Verbrauch von nur 2,2 l/100 km kommt der Plug-in Prius im europäischen Testzyklus auf einen CO2-Ausstoss von gerade noch 49 g/km – das ist nur noch etwas mehr als die Hälfte dessen, was die in dieser Disziplin ohnehin schon vorbildlichen P III und Auris HSD ausstossen! Gerüchte sagen, dass der Plug-in ab ca. 2012 bei den Händlern stehen wird, wobei Toyota betont, dass wegen der noch wenig entwickelten Infrastruktur (Ladestationen) „bei einer zukünftig möglichen Plug-in Serienproduktion keinesfalls die bewährte Voll-Hybrid Technik ersetzt, sondern als Modellvariante ergänzt“ werden soll. Mehr werden wir wohl bei der IAA 2011 erfahren, anlässlich derer der PHEV offiziell vorgestellt wird.

Toyota Prius Plug-in
In dieser Ausführung sind die Plug-in Prii aktuell unterwegs.
(Copyright © Toyota Deutschland GmbH)
Toyota Prius Plug-in
Die „Ausstellungs-Version“ des Plug-in Prius am Genfer Autosalon 2011.
(Copyright © 2011 C. Ozdoba)

 

Nachtrag im Februar 2013

      Inzwischen ist der Prius Plug-in verfügbar – bei Toyota können Sie den Prospekt und die Preisliste herunterladen. Es gibt ihn nur in zwei höherwertigen Ausstattungsvarianten; die Basisversion „Luna“ gibt es beim Plug-in nicht; „Sol“ und „Sol Premium“ bringen schon einiges mit, was das Autofahren angenehm macht.
      Die Preise liegen deutlich über denen des konventionellen Prius; der Sol Premium steht mit stolzen Fr. 60 900,– in der Preisliste, hat aber dafür etwa die Lederausstattung, den adaptiven Tempomat und das Pre-Crash-System bereits an Bord.

Toyota Prius Plug-in
Die Serienversion des Plug-in Prius.
(Copyright © 2013 Toyota Schweiz)

 

Nachtrag 24. März 2013

      Am Wochenende nach dem Genfer Autosalon findet traditionell in allen Berner Autohäusern eine Präsentation der Genfer Neuheiten statt, kombiniert mit einer grossen Fahrzeugschau – guter Service für die Auto-Interessierten, die den Autosalon nicht besuchen konnten. Bei meinem Toyota/Lexus-Händler stand u. a. ein Plug-in Prius:

Toyota Prius Plug-in
Toyota Prius Plug-in
Plug-in Prius.
Äusserlich unterscheidet er sich in drei Punkten vom „normalen“ Prius (Bilder unten):
Hybrid-Logo, Steckdose gegenüber der Tankklappe und silberne Blende am Heck.
(Alle Bilder in diesem Abschnitt Copyright © 2013 C. Ozdoba)
Toyota Prius Plug-in
Toyota Prius Plug-in
Toyota Prius Plug-in

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Literatur:


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Erste Veröffentlichung am 2. Januar 2010, letzte Bearbeitung am 24. März 2013.


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