Der Toyota Prius III Prius III

Verwandte des Prius III
Der Toyota Sai

      Man kann darüber streiten, ob der bei der „41. Tokyo Motor Show“ (24. 10.–4. 11. 2009) vorgestellte Toyota Sai wirklich ein Prius-Verwandter ist. Man kann ihn als Stufenheck-Prius für bezüglich Auto-Design eher konservativ eingestellte Hybridfreunde bezeichnen, oder man sieht in ihm – was er technisch auch eher ist – eine Variante des Lexus HS 250h.
      Der bei Focus Online veröffentlichte Bericht über die Vorstellung des Sai bringt diese zwei Meinungen zum Ausdruck: Im Text ist die Rede vom „starken und luxuriösen Bruder des Hybridautos Toyota Prius“, in der Bildunterschrift heisst es „Der Toyota Sai ist die japanische Version des Lexus HS 250h“.

Toyota Sai
Toyota Sai
(Copyright © Toyota Deutschland GmbH)

      Beides ist richtig: Der Sai ist bezüglich Abmessungen (4,62 m) und Leistung (Systemleistung 190 PS) der grössere Bruder des Prius, und ebenso ist er eine lokale Variante des Lexus: Der Sai soll nur in Japan, der HS 250h nur in den USA, Kanada und Japan verkauft werden – beide Fahrzeuge sind nicht für den europäischen Markt vorgesehen.

      Das ist schade: Der Sai hätte sicher Chancen bei europäischen Autofahrern, und Autotester könnten dann endlich nicht mehr am „gewöhnungsbedürftigen“ Design des Prius herummäkeln – aber dann wäre er ihnen wahrscheinlich zu konservativ gestylt …

Toyota Sai
Nicht aufregend, aber durchaus gefällig präsentiert sich der Toyota Sai von hinten.
(Abb. von der Website der Toyota Motor Corporation Japan)

      Was bietet der Sai technisch? Das aus dem Prius bekannte Grundprinzip des Hybrid Synergy Drive wurde beibehalten, aber beide Antriebskomponenten haben gegenüber dem Prius deutlich in der Leistung zugelegt: Der 2,4-Liter-Vierzylinder bringt es auf 150 PS, der Elektromotor schafft 143 PS. Die Gesamtsystemleistung liegt, wie erwähnt, bei 190 PS, wobei die Kraft für den elektrischen Antrieb aus traditionellen Nickel-Metallhydrid-Batterien kommt.
      Mehr Hubraum und mehr Leistung als beim Prius bedeuten natürlich auch einen höheren Verbrauch, wobei aber die knapp fünf Liter auf 100 km und der daraus resultierende CO2-Ausstoss von 117 g/km immer noch hervorragende Werte sind. (Sie würden sogar den geplanten neuen EU-Grenzwert von 120 g/km noch unterbieten!)

Toyota Sai
Innenraum des Toyota Sai in der Farbe „Pflaume“
(Copyright © Toyota Deutschland GmbH)

      Das Interieur erscheint im Vergleich zum Prius deutlich weniger futuristisch, was sicher hauptsächlich daran liegt, dass die Toyota-Designer beim Sai auf das zentral angeordnete Display verzichtet und eher konventionelle Armaturen eingebaut haben. Auch die durchgehend frei schwebende Mittelkonsole des Prius gibt es hier nicht.

Toyota Sai
Innenraum des Toyota Sai – Detail
(Copyright © Toyota Deutschland GmbH)

      Einiges erscheint dem Priusfahrer im Sai vertraut, so etwa Hauptschalter, Joystick des Wählhebels, (teilweise) die Lenkradtasten und die Fensterheber-Bedieneinheit. Die drei Knöpfe ganz rechts an der Tür lassen vermuten, dass der Sai eine (von mir im Prius schmerzlich vermisste) Memory-Funktion für die Sitze hat.

      In Japan ist der Sai umgerechnet 10 000 Euro teurer als der Prius. Dafür bekommt man allerdings auch eine umfassende Serienausstattung: Das radargestützte Pre-Crash-Safety-System (PCS), eine Weitwinkel-Frontkamera, Ledersitze, Festplatten-Navigationssystem und ein Audiosystem mit zehn Lautsprechern sind standardmässig an Bord. Ab Dezember 2009 will Toyota monatlich 3000 Sai in Japan verkaufen. Schade, dass dieses Auto den europäischen Kunden vorenthalten wird – aber vielleicht ist ja das letzte Wort dazu noch nicht gesprochen …


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Erste Veröffentlichung am 2. Januar 2010, letzte Bearbeitung am 2. Januar 2010.


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